14.07.2011 - Wespen - WAS TUN???

Wenn Sie sich durch die Anwesenheit eines Wespen- oder Hornissennestes bedroht fühlen, steht ihnen die Feuerwehr Götzens jederzeit zur Verfügung. Diese Nester werden von uns fachgerecht entfernt.

Sie können dazu einfach Kontakt mit OLM Franko Walder, Tel. 0650 7318326, oder FM Patrick Riedl, Tel. 0664 1235596 aufnehmen. Wir werden alles weitere mit Ihnen besprechen und organisieren.


Biologie

Oftmals stellen die meisten dieser Insekten kaum eine größere Gefahr dar. Hornissen, Wespen, Hummeln und Bienen stechen in der Regel nur dann, wenn sie sich bedroht fühlen. Die meisten Menschen verlieren aber ihre Angst, wenn sie ein paar Informationen über Biologie und Lebensweise dieser Tiere erhalten. Der Wespenstaat lebt nur eine Vegetationsperiode. Die Königinnen gründen im Frühjahr ein Nest und ziehen einige Arbeiterinnen groß. Danach übernehmen diese den weiteren Ausbau des Nestes, die Futterbeschaffung sowie die Pflege der Brut. Mitte des Sommers werden große Zellen angelegt, in denen die Geschlechtstiere heranwachsen. Die Männchen sterben nach der Paarung, während die begatteten Weibchen im Erdreich oder im morschen Holz überwintern, um im nächsten Frühjahr wieder ein Nest zu gründen. Die übrigen Arbeiterinnen des Staates haben, nachdem die Geschlechtstiere ausgeflogen sind, ihre Aufgabe erfüllt und sterben ebenfalls. Die natürlichen Nistplätze der Hornissen sind Baumhöhlen in lichten, ruhigen Laubwäldern, am Waldrand oder in Parkanlagen. Gebiete also, die auch auf Menschen eine große Anziehungskraft ausüben. Leider sind diese natürlichen Lebensräume und Nistmöglichkeiten durch die Nutzungsansprüche des Menschen stark dezimiert worden. Die Tiere müssen daher auf Dachböden, Anstände, Gartenhütten oder Vogelnistkästen ausweichen.


Gefährlichkeit

Hornissen und Wespen besitzen einen Wehrstachel. Dieser wird in der Regel nur dann eingesetzt, wenn es unmittelbar im Nestbereich zu Gefahrensituationen kommt. Alle Verteidigungsaktionen dienen dem Schutz der Brut und zur Selbstverteidigung. Normalerweise stechen die Tiere nicht unmotiviert, da jeder Angriff unnötig Energie kostet. Die Stiche sind nicht gefährlicher als die von Bienen. Der Aberglaube, dass sieben Stiche ein Pferd und drei einen Menschen töten, ist längst widerlegt. Ein Erwachsener verträgt 100 bis 500 Wespenstiche, ehe er an Nierenversagen stirbt. Dem Menschen werden selbst mehrere Stiche in den Kopf oder andere schmerzempfindliche Körperteile nicht gefährlich. Eine Ausnahme besteht nur für Personen, die allergisch auf Insektenstiche reagieren. In diesen Fällen kann ein Stich im Extremfall einen schweren allergischen Schockzustand hervorrufen. Eine derartige Allergie ist jedoch äußerst selten. Oft wird schon eine Schmerzreaktion und das Anschwellen der betreffenden Stelle als Allergie missgedeutet. Kühle Umschläge und eine Salbe gegen Insektenstiche schaffen Linderung. Die Schwellung kann 2 bis 3 Tage anhalten.


Verhaltensregeln

Folgende Punkte sollten beachtet werden:

Hornissen und Wespen leben nur eine Saison, sterben dann ab und hinterlassen das leere Nest. Dieses kann, sobald der Flugbetrieb ganz aufgehört hat, ohne Gefahr entfernt werden.

Die Königin bezieht nie ein altes Nest. Sie baut immer neu.

Bei Nestern im Haus- und Gartenbereich Erschütterungen vermeiden und die Flugbahn freihalten.

Niemals mit einem Stock im Nest stochern oder mit Benzin und Feuer versuchen, den Nistplatz abzuflämmen.

Stiche sind nicht weiter gefährlich – auch nicht für Kinder. Lediglich bei einer Allergie muss sofort ein Arzt aufgesucht werden.

Fenster von Kinderzimmern können mit Fliegendraht geschützt werden.

 

Informationen wurden von der Berufsfeuerwehr Linz bezogen.

 

 

 

 

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